Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Forderung nach Erhalt der Bildungsstätten des DGB Bildungswerks, vor allem der Bildungsstätte in Hamburg Sasel, haben auf unserer Seite vielfältig die Möglichkeit eigene Positionen zu verdeutlichen. Dies gilt vor allem für unseren Blog, für den ihr über unser Eingabeformular eigene Beiträge verfassen könnt.

Mit diesem zusätzlichen Gästebuch wollen wir auch unseren Kritikerinnen und Kritikern eine Möglichkeit verschaffen direkt auf unserer Seite Eingaben vorzunehmen. Wir sind der Auffassung: der Streit um die Zukunft unserer Bildungsstätten ist wichtig. Jede Meinung zählt. Und Kritik belebt auch das eigene Denken!

Hier können unsere Kritikerinnen und Kritiker Eintragungen vornehmen.
Lasst ordentlich Dampf ab!

Die folgenden Einträge wurden abgegeben:

Thomas Stein
Mittwoch, 28.09.2011 um 08:25 Uhr

Ich kann hier leider keine mit sachlichen Argumenten geführte Auseinandersetzung erkennen, sondern nur unsachliche und z.T. unsubstantiierte Vorwürfe, Vorhaltungen und Beschimpfungen. Insgesamt tut sich der Förderkreis mit dieser website leider keinen Gefallen, weil er nicht konstruktiv an einer Rettung zusammen mit dem DGB, sondern nur äußerst unkonstruktiv gegen den DGB arbeitet. Und dass sich Gewerkschafter andere Gewerkschafter als „Bonzen“ beschimpfen, ist ein Armutszeugnis für die Gewerkschaftsarbeit in Deutschland.

Michael Tangermann
Freitag, 08.07.2011 um 11:52 Uhr

Diese Sauereien sind wir vom DGB in Vorpommern leider gewohnt. Auch wir protestierten gegen die Versetzung/Entlassung eine guten DGB Funktionärs und gingen damit sogar an die Öffentlichkeit. Genützt hat es am Ende leider nichts. Die Technokraten der Führung in Berlin sind leider auf beiden Ohren taub. Und nicht zu vergessen, sie finden leider auch immer auf den unteren Ebenen willige, Karrieregeile Handlanger, die für sie die Drecksarbeit vorbereiten.
Überlebt hat in Vorpommern ein fauler und feiger Regionsvorsitzender der seine Mitglieder verarscht und belügt.
Aber das sind die besten Funktionäre für die DGB Führung.

Thomas SCHULZ
Mittwoch, 29.06.2011 um 17:18 Uhr

DGB Bildungswerk rüstet sich für künftige Herausforderungen

• Auftrag „Wo Zukunft sich bildet“ konsequent umsetzen
• Großteil der Arbeitsplätze im Bildungswerk erhalten
• Geschäftsführung sucht weiterhin Dialog
Düsseldorf, den 29. Juno 2011

„Das Bildungswerk des DGB stellt sich an den Standorten Hattingen und Hamburg neu auf. Mir diesen einschneidenden Maßnahmen wollen und werden wir unseren Auftrag ‚Wo Zukunft sich bildet‘ konsequent umsetzen und einen Großteil unserer Arbeitsplätze erhalten können“, erklärt der Geschäftsführer des DGB Bildungswerks, Dr. Dieter Eich
Investitionen in Standorte Hattingen und Hamburg.

Im Bildungszentrum Hattingen wird gezielt in die Jugendarbeit investiert, die Infrastruktur des Zentrums verbessert. Insbesondere gilt dies für Betriebsräteseminare und den Bereich der Medienpädagogik.

Am Standort Hamburg wird das Bildungswerk von einem gepachteten Haus am Stadtrand Hamburg-Sasel in das zentral gelegene DGB Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof mit einem neuen Bildungsbereich um.
Dort werden die Betriebsräteseminare, insbesondere die Veranstaltungen des „Saseler Dreischritt“, weiter entwickelt.

Das ganze Team des Bildungswerks habe lange und intensiv darum gekämpft, alle drei Tagungshäuser In Hattingen, Hamburg und Starnberg auszulasten und somit zu erhalten. Für die gepachteten Häuser in Hamburg-Sasel und Starnberg wären kurzfristig Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe angestanden. Vor dem Hintergrund, wie grundlegend sich die Bildungsnachfrage geändert habe, hätte ein stures ‚Weiter so!‘ den Auftrag des gesamten Bildungswerks gefährdet.

„An den Häusern im wahrsten Sinne des Wortes ‚um jeden Preis‘ festzuhalten wäre verantwortungslos“, so Eich. „Wir konnten mit Unterstützung der Politik, den Verwaltungen und den Einzelgewerkschaften tragbare, nachhaltige Lösungen für die Standorte Hattingen und Hamburg erreichen. Damit erhalten wir einen Großteil der Arbeitsplätze. Das gepachtete Haus am Starberger See müssen wir trotz der gemeinsamen Anstrengungen der vergangenen Jahre aufgeben.“

Mitarbeiter des Bildungswerks seit April 2010 informiert

Die Mitarbeiter des Bildungswerks wurden bereits im April 2010 über die anstehenden betrieblichen Veränderungen informiert.

Seitdem sucht die Geschäftsführung den Dialog über Interessenausgleich und Sozialplan für insgesamt 41 Beschäftigte.

„Ziel der Geschäftsführung war, ist und bleibt es, die notwendigen Änderungen so sozialverträglich wie möglich durchzuführen. Auch, nachdem der Vorsitzende der Einigungsstelle am 17. Juni 2011 nach monatelangen Verhandlungen und mehrtägigen Sitzungen in der Einigungsstelle das Scheitern der Verhandlungen festgestellt hat“, erklärt Eich.

Für ihn als alten, erfahrenen Gewerkschafter sei es unbegreiflich, wie der Betriebsrat sich genau jenen gesetzlichen Möglichkeiten verweigere, für sich die Gewerkschaften jahrzehntelang eingesetzt haben, um betriebliche Veränderungen möglichst so zu gestalten, dass niemand in die Arbeitslosigkeit entlassen werden muss.

Helmut Wagner, Neuötting
Mittwoch, 29.06.2011 um 10:23 Uhr

Am brutalst möglichsten reagiert der DGB, gezwungen von den Einzelgewerk-schaften, die den DGB finanzieren. Sie schließen die eigenen Bildungsstätten. Warum nur?
Weil die Arbeitnehmer keine Gegenwehr bilden, sie nehmen nicht einmal das Angebot an, sich in einer gegnerfreien Gewerkschaft zu
organisieren, um ihr gutes Recht zu erkämpfen.
Sie und ihre Betriebsräe machen es dem Arbeitgeber DGB leicht, wieder als alte „Betonköpfe“ ihren eigenen Ast, die Bildung, auf dem sie sitzen, abzusägen, ohne die
sich Gewerkschaften ab ad surdum führen.

Manuela
Mittwoch, 29.06.2011 um 05:48 Uhr

Schade, das war es mit meiner Zertifizierung :-( Der DGB wir für mich zukünftig keine Schulungen mehr machen. Wie will eine Institution Rechte der Beschäftigten schulen wenn gleichzeitig im „eigenen Stall“ das Gegenteil demonstriert wird. Der DGB hat für mich (und meine KollegInnen) jegliche Glaubwürdigkeit verloren!!!
Ich wünsche den „Noch-Angestellten“ alles Gute für die zukunft -es kann wohl nur einen besseren neuen Arbeitgeber geben…

Hans
Mittwoch, 30.03.2011 um 09:20 Uhr

Wir wünschen bei Eurem Kampf zum Erhalt der Bildungseinrichtung viel Erfolg.
Wir kennen den „Arbeitgeber“ DGB aus eigenen schlechten Erfahrungen. Er geht skrupellos gegen Beschäftigte vor , wenn er Geld einsparen will. Selbst Lügen und Mobbing sind ihm willkommenes Mittel um Beschäftigte loszuwerden.

www.basisfern.npage.de

Michael Schmalenberg
Montag, 28.03.2011 um 15:21 Uhr

Liebe KollegInnen,

die Zeit ist reif für Veränderungen!
Vorschlag: Die 3000 UntezeichnerInnen des Aufrufs
halten längere Zeit den Gewerkschaftsbeitrag zurück.10 Euro bei 3000 Mitgliedern= 30.000 Euro pro Monat als Modellrechnung) Und dann sollten wir eine eigene Schulungsstätte betreiben. Wird bestimmt kostengünstiger und fördert auch die Solidarität.

Kai Froeb
Freitag, 19.11.2010 um 15:27 Uhr

Ich lese vom DGB Bildungswerk Management die Stellungnahme, dass das Handeln des DGB BW GBRs und des Unterstützerkreis negative Werbung seien, die zukünftige Kursbesucher abschrecken. Meines Erachtens ist das Gegenteil der Fall: was ist von einem Bildungswerk für Betriebsräte zu halten, das nicht selbst umsetzt was es lehrt? Je erfolgreicher der GBR bei der Berücksichtigung der Interesse der Referenten, destso überzeugendere Werbung ist dies für das Bildungswerk. Umgekehrt umgekehrt. Und ein Management das so engagiert gegen seinen GBR ankämpft ist selbst nicht unbedingt eine Empfehlung für den Inhalt Betriebsratsqualifizierung, oder?

Alles Gute
Kai

Th Franke
Samstag, 16.10.2010 um 21:19 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

allen Beteiligten und Aktiven nehme ich sehr wohl ab, dass Ihr Euch um die Zukunft der Tagungszentren Hamburg-Sasel und Starnberger See in Niederpöcking Sorgen macht. Ich erkenne sehr wohl an, dass Ihr um den Erhalt… um die Sicherung für die Zukunft streitet. Es geht ja um mehr, als „nur“ darum, unsere Bildungszentren zu erhalten, es geht auch um die dort Beschäftigten, um die Zukunft unseres qualifizierten Bildungasangebotes. Was eine „gemeinsame“ Strategie aber behindert ist die Art und Weise der Auseinandersezung.
Sicher habe auch Geschäftsführung und andere (auch ich) ihre „Macken“. Aber der Geschäftsführung und dem Vorstand des Bildungswerkes zu unterstellen, sie „töten“ die
Tagungszentren und damit die gewerkschaftliche Bildungsarbeit für Betriebsräte… könnt Ihr das wirklich aufrecht erhalten? Sicher „kämpft“ man/frau auch öffentlich und solidarisch/politisch für Ziele… wo aber ist der Boden der Realität? Dieter Eich hat in den
Belegschaftsversammlungen klar formuliert: gibt es eine andere Lösung als die Schließung – ich bin dabei. Die Art der Auseinandersezuung im Blog des Föderkreises und der Föerderkreis selbst aber hauen drauf: Druck machen gegen die Kahlschlagpläne (s. Aufruf). Aber ich höre und lese keinen einzigen Vorschlag, wie denn die Finanzmisere aufgefangen werden könnte. Fatal ist: seitdem ich kritische Anmerkungen mache und Fragen stelle: meine Beiträge werden nicht mehr veröffnetlicht – mein Angebot zur „öffentlichen Diskussion“ wird nicht aufgenommen…. Beschimpfungen der Personen, die eine andere Meinung haben und „Drohungen“ und rechtliche Schritte helfen nicht weiter – sie verhärten (ist Euch bekannt). Diese Art der Auseinandersetzuung – wem soll sie dienen? Sie stärkt ganz bestimmt nicht das Bildungswerk, noch nutzt sie den direkt betroffenen Beschäftigten… und doch macht der Föderkreis weiter… Es geht mir nicht darum, jetzt anzuprangern… (man muß zu seinen Aktionen stehen – ich auch) … es geht mir darum, für eine gemeinsame Zielsetzung einen Weg zu suchen.. zu ebnen … zu finden… Seit meiner „Einmischung“ zensiert der Föderkreis und hat auch die Handhabung des Umgangs mit den Mailadressen der Mitdiskutanten/innen verändert… wohl, damit darauf nicht mehr zugrgriffen werden kann.
Das Bildungswerk hat unter www.betriebsratsqualifizierung.de eine fundierte Argumtationskette bereitgestellt. Das Bildungswerk sichert zu, alle Anmerkungen, Fragen und Kritische weiterführende Beiträge zu beantworten – dazu setze ich mich auch ein. Ich bin auch bereit, in jedem Podium vor jeder Öffentlichkeit meine Sicht der Dinge
darzustellen und sie mit anderen Haltungen und Positionen abzugleichen… Das Bildungswerk wurde 1974 als e.V. gegründet – seitdem bin ich als Bildungsrefrent dabei und wr auch 24 Jahre BR und GBR-Vorsitzender. Ziel ist: Wege finden. Beteiligt Ihr Euch?
Kollegiale Grüsse
Thomas

Bernd
Samstag, 16.10.2010 um 20:44 Uhr

Eine wirklich verfahrene Situation in der wir uns befinden. Grundsätzlich kann ich nur sagen, dass es Gespräche braucht. Online ist auch nett, die Distanz sorgt in der Regel aber für eine Eskalation. Wenn ich mir anschaue, was hier auf beiden Seiten passiert, für die die Situation exakt als eskaliert beschreiben. Wie kann es weiter gehen? Wie sollen Zugeständnisse formuliert werden? Ich würde mir eine Diskussion wünschen, die nach Lösungen sucht, statt Fronten zu verhärten. Ich denke aber auch, dass eine solche
Diskussion nur ergebnisoffen geführt werden kann. Ich hoffe, dieser Beitrag schafft es jetzt mal über die redaktionelle Hürde.

Holger
Donnerstag, 14.10.2010 um 22:02 Uhr

Grundsätzliches fällt mir hier auf:

Der Gedanke Sasel zu retten und sich hierfür einzusetzen ist ein guter, doch:

Der Förderkreis Sasel verfolgt aber anstatt eine Rettung zu erzielen mit seinen Veröffentlichungen aber genau das Gegenteil-so liest es sich. überwiegend sind die Veröffentlichungen hier negativ,so, dass ihr gegen das DGB Bildungswerk, das Sasel eigentlich tragen möchte-nicht verlieren-angreift und zwar mit Ausdrücken wie „Bonzen“ und weiteren Beschimpfungen auch inhaltlicher Art. Sasel wird doch schon jahrlang vom Bildungswerk gerführt und das nicht nur aus Spaß an der Freude, oder? Die Schlußfolgerung wäre doch eigentlich die, dass man sich ins eigene Knie schiesst.

Meine Frage: ist da überhaupt noch das eigentliche Ziel der Rettung vor Augen, oder verliert Ihr nicht den Bezug zur Realität ??? Es gibt sicher Zahlen und Fakten, weshalb sich ein solches Haus wie Sasel nicht trägt. Wo sind denn hier die Tatsachen genannt? Ich kann hier keine dokumentierten Zahlen und Fakten lesen, vielmehr eine große Anzahl an Beschimpfungen, Empörung und „beißen der Hand, die einen sozusagen füttern möchte“ ?!

Auf der Homepage vom DGB BiIldungswerk ist hier inhaltlich immerhin mehr dargestellt (ich höre immer gerne beide Seiten). Ausserdem bittet man dort um enen fairen Austausch mit u.a. dem Förderkreis Sasel, statt sich anzufeinden.

Es wäre gut, wenn ihr mal echte Zahlen vom DGB Bildungswerk veröffentlichen könntet, weshalb sich Sasel nicht rechnet? Ich bin auch für den Erhalt, aber jeder Konzern schliesst oder verkauft die Geschäftsbereiche häufig, die sich nicht tragen. Es gibt sicher viele Gründe zu dem Entscheid.

Aber bitte kommt doch mal mit messbaren Tatsachen, bevor hier ge- oder verurteilt wird.

Viele Grüße und viel Erfolg zum Erhalt von Sasel, in welcher Konstellation auch immer !!!

Holger

Kritisiert wurde der Förderkreis Sasel auch in einer Stellungnahme der Geschäftsführung des DGB Bildungswerks, die wir hier dokumentieren.
 
 
Stellungnahme der Geschäftsführung des DGB Bildungswerks zur Pressemitteilung des Förderkreises-Sasel vom 11.10.2010

„Weiterbildung lohnt sich nicht“, so beginnt der Förderkreis seine Argumentation, um danach „seine“ Wahrheiten zu konstruieren.

In der zitierten Veranstaltung der BW Geschäftsführung, am 06.10.2010, zu der die Teamer und Referenten unserer Arbeitsrechtsseminare eingeladen wurden – die auch zu einem großen Teil im Förderkreis engagiert sind – konnten die Zusammenhänge ausgiebig erläutert werden. Damit sie nicht weiter nur selektiv verbreitet oder in einen anderen Kontext gestellt werden, hier eine Zusammenfassung:

Das DGB Bildungswerk muss sich neu strukturieren. Zum „weiter wie bisher“ fehlen die finanziellen Mittel. Der wichtigste Auftrag des DGB Bildungswerk ist die Organisation und Durchführung von gewerkschaftlicher Bildung für die Zielgruppe der Betriebs- und Personalräte, die politische Bildung für die Gewerkschafter, die Jugendbildung und besondere Qualifizierungsangebote für Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund.

Diese Bildungs- und Qualifizierungsangebote, so der dezidierte Auftrag des Vorstandes des DGB Bildungswerk, werden weder quantitativ noch qualitativ eingeschränkt. Aber diese Angebote werden, wenn sie bisher im Tagungszentrum Hamburg-Sasel oder Starnberg-Niederpöcking durchgeführt wurden, ab 2012 in andere Tagungszentren verlagert werden müssen. Dies gilt auch für die „Saseler Arbeitsrechtsqualifizierung“. Sie wird zwar weiter in Hamburg angeboten – jedoch nicht mehr in unserem Tagungszentrum Sasel. Die Angebote am Tagungszentrum Hattingen und im Jugendbildungszentrum Hattingen bleiben erhalten und werden ausgebaut.

Da wir derzeit noch auf der Suche nach geeigneten Tagungszentren im Raum Hamburg und Starnberg- München sind, lassen sich die Auswirkungen auf die Belegschaft noch nicht abschließend beurteilen. Da notwendige Interessenausgleichsverhandlungen geplant sind, bleibt abzuwarten, ob sich daraus noch neue Aspekte für die Zukunftsgestaltung ergeben. Eine mit den jeweils zuständigen Betriebsräten abgestimmte und sozialverträgliche Lösung steht für uns im Vordergrund.

Die Gründe für diese Maßnahmen liegen insbesondere in einem Wechsel der Eigentümer in beiden Tagungszentren, dem Auslaufen der Verträge, damit verbundenen anstehenden Pachtzinserhöhungen und Investitionsbedarf. Beide Tagungszentren sind jedoch nicht im DGB Besitz. Die Verpächter gehen bei einer Fortsetzung des Betriebes der Tagungszentren in Hamburg und Starnberg von zehnjährigen und zwischenzeitlich nicht kündbaren Vereinbarungen aus. Die zu erwartenden Investitionen in Hamburg-Sasel betragen ca. 2 Mio. Euro. Dies durch entsprechende Einnahmen zu erwirtschaften ist derzeit nicht absehbar. Der verantwortungsvolle Umgang mit Mitgliedsbeiträgen erlaubt es nicht, Mittel in sanierungsbedürftige Gebäude zu investieren, die dem DGB nicht gehören. Das DGB Bildungswerk verfügt über diese Mittel nicht.

Wir brauchen somit Alternativen, weil wir nicht planen mit unseren Veranstaltungen in reguläre Hotels zu gehen. Deshalb suchen wir gemeinsam mit den Gewerkschaften nach Tagungszentren von uns nahe stehenden Organisationen.

Der mögliche Verlust der Arbeitsplätze von MitarbeiterInnen spielt sehr wohl eine Rolle. Was die Pressemitteilung des Förderkreises suggeriert, ist eine böswillige Unterstellung. Wenn von den Maßnahmen insbesondere die MitarbeiterInnen der Hauswirtschaft betroffen sind, so wurde ihnen vermittelt, dass wir alles versuchen werden, um für sie Lösungen und Alternativen zu finden.

Unsere Arbeitsrechtsqualifizierung wollen wir in vollem Umfang weiterführen. Dafür brauchen wir dringend die Kompetenz und das Fachwissen unserer Teamer und Referenten. Dies wurde auch deutlich gesagt. Das Bildungswerk wünscht sich keinen „Schlagabtausch“ mit dem Förderkreis, sondern einen Austausch und wenn möglich eine konstruktive Zusammenarbeit.
(11.10.2010)

Kritik an unserer Haltung wurde ebenfalls in verschiedenen Leserbriefen für die taz geäußert. Diese kannst Du hier lesen.